Partnerschaft neu belebt
Bürgermeister François Gouet: Ich möchte küssen!



Mit überwältigender Herzlichkeit wurden die 50 Haaner und Hildener in der Partnerstadt Eu in der Normandie im Karossensaal des Schlosses empfangen. Bürgermeister François Gouet begrüßte die Reisegruppe und ganz besonders Kulturamtsleiter Fritz Köhler, den stellvertretenden Leiter der VHS Hilden-Haan Heiner Fragemann und den Vorsitzenden der Europa-Union Haan Gerhard Mayer als alte Freunde der Stadt Eu.
 
Ganz besonders freute er sich, dass auch drei Stadt- verordnete aus Haan, Marlies Götze, Josef Discher und Gerd Holberg dabei waren.

„Ich möchte jetzt küssen“, sagte er nach seiner Rede und bat Marlies Götze zu sich.

Aber auch der ehemalige stellvertretende Bürgermeister Georges Meraud, der Leiter der VHS Eu, Claude Ballandrade und Sabine Threnly, die Nachfolgerin von Rita Bougamont, zuständig im Rat der Stadt Eu für die Städtepartnerschaft, waren anwesend. Bei einer solchen Partnerschaftsmannschaft blieben neue Ideen zur Belebung der Partnerschaft nicht aus. So ist für den Sommer noch ein Jugendaustausch in Eu geplant und im kommenden Jahr möchte man die Landung der Alliierten vor 60 Jahren mit einer Rundreise zu den historischen Stätten mit einer Reisegruppe französischer und deutscher Bürger begehen. Im Antlitz der vielen Soldatenfriedhöfe in der Normandie eine Idee, die alle Beteiligten gerne umsetzen möchten. Den Abschluss einer solchen Reise könnte ein Treffen von Politikern und Bürgern aus beiden Städten bilden.

Die Begegnung in der Partnerstadt war für alle Beteiligten ein unvergessenes Erlebnis. Oft erwischte man sich, dass man Haan mit Eu verglich.
 
Der beeindruckende Blumenschmuck in der Partnerstadt – sie wurde dafür mit vier Blumen (Sternen) ausgezeichnet – oder der sehr lebendige Wochenmarkt mit musikalischer Beschallung sind schon nachahmenswert.
Ein Rundgang durch das historische, königliche Eu ließ die letzten Jahrhunderte lebendig werden.

Die Europa-Union hatte in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt und der VHS ein Erkundungsprogramm zusammengestellt, wo man die Landschaft – die Steilküste der Kreidefelsen – und das Leben der Menschen in der Region kennen lernen konnte. 
 
Wie man 300 Neufchatelkäse in einer Stunde formt, zeigte eine Bäuerin der Gruppe in einer Fromagerie, wo im Familienbetrieb Käse produziert wurde.
In einem weiteren Familienbetrieb wurden die Reiseteilnehmer in des Kunst der Cidreherstellung einge- wiesen. Natürlich kam die Verkostung und die gute französische Küche nicht zu kurz.

Auf dem Hinweg erkundete die Gruppe die Kathedrale von Amiens und auf der Rückfahrt ließ eine Stadtführung durch Rouen (Bild unten) den Wunsch aufkommen, bald wieder in die Normandie zurückzukehren.