Gemeinsame EU-Energiepolitik -

Herausforderungen und Ziele

Im Vorfeld der Landesversammlung der Europa-Union NRW, die aus Anlass des 25- jährigen Bestehens der Europa-Union Haan im Haaner Arbeitsschutzzentrum der BG Bau stattfand, wurde am Vormittag des 25. August 2007 ein energiepolitisches Symposium veranstaltet, zu dem auch Haaner Bürger eingeladen waren. Das Symposium war mit Spezialisten aus Politik, Wirtschaft  und Verwaltung hochkarätig besetzt.

Anlass der Debatte waren die Sperrung der Gaslieferung durch die Russen und der steigende Energiebedarf der Chinesen und Inder.  Dadurch wächst die Nachfrage bei gleichzeitig sinkendem Angebot. Bei einigen Energieträgern ist das Ende der Resourcen bereits abzusehen. Es ist deshalb eine Illusion zu glauben, die Energiepreise werden in naher Zukunft sinken.

 

Der Europa-Politiker Herbert Reul, MdEP, forderte eine Energiepolitik für ganz Europa, wohlwissend, dass einzelstaatliche Interessen dieses Ziel in weite Ferne rücken lassen. 

RWE-Vorstandsmitglied Matthias Hartung stellte die Energiepolitik seines Unternehmens unter die Prämissen:
  • Wirtschaftlichkeit
  • Umweltverträglichkeit
  • Versorgungssicherheit

Die Versorgungssicherheit sieht Hartung in der heimischen Braun- und Steinkohle, auf die man auf keinen Fall verzichten könne, wenn man aus der Kernenergie aussteigen wolle. 25 Milliarden € investiert der Konzern; 12 Milliarden allein für den Bau neuer, CO2-freier Kraftwerke.

Daneben werden Windkraft- und Biogasanlagen weiter entwickelt, man setzt auf einen umweltverträglichen Energie-Mix. Zudem ist die Braunkohle besonders wirtschaftlich, da sie subventionsfrei gefördert wird.

Der Vertreter des NRW-Wirtschaftsministeriums, Herr Dr. Volkhard Riechmann, sieht die Energiepolitik als Klimaschutzpolitik. Deshalb setzt die Landesregierung auf einen Energie-Mix und hat bereits entsprechende Konzepte verabschiedet. Riechmann forderte, dass man bei verbesserter Technologie in Zukunft mit der Kernenergie leben muss.

Wolfram Kuschke, MdL, moderierte souverän die Veranstaltung und die anschließende Diskussion, an der sich die Teilnehmer rege beteiligten. Herr Dr. Hoffschulte, Landesvorsitzender der Europa-Union NRW, vertrat in seinem Schlusswort die Hoffnung, dass man in der Zukunft wieder genug Energie zu tragbaren Preisen produzieren werde. Das Konzept der Versorgungspolitik der 50er Jahre hat im Bereich der Landwirtschaft schließlich auch enorme Überschüsse erwirtschaftet.

 
 

Für die Musikalische Umrahmung der Veranstaltung
sorgte ein Bläserensemble der Musikschule Haan.