Finanzkrise, und (k)ein Ende?
Zur ersten Veranstaltung der 5. (und damit schon traditonellen) Rathausgesprächen der Europa-Union in Zusammenarbeit mit der VHS Hilden-Haan und dem Kulturamt der Stadt Haan kamen am 2. 3. über 50 Zuhörer in den historischen Sitzungssaal des Haaner Rathauses, um etwas über die Auswirkungen der Finanzkrise zu erfahren.

Als sachkundiger Referent stellte Günter Wölfges, scheidender Direktor der Stadtsparkasse Haan, Entstehung, Auswirkungen und mögliche Maßnahmen der Abminderung dieser Krise auch für Nichtbanker verständlich dar. Prognosen mehrerer Wirtschaftsinstitute ließen erkennen, dass es schon ab Mitte 2009 wieder aufwärtsgehen soll. Das Wichtigste sei die Wiederherstellung des Vertrauens in die Wirtschaft und Bankenwelt, so Wölfges. Interessant war der Vergleich mit der Weltwirtschaftskrise 1929/33 und deren katastrophalen Auswirkungen.

Besteht die berechtigte Angst, dass sich diese Situation wiederholen könnte? In beiden Fällen war eine Finanzblase, auch hervorgerufen durch Immobilienfinanzierungen, die Ursache. Damals wurden gravierende Fehler wie erhöhte Importzölle, zu hohe Zinssätze, fehlende Rettungsversuche für die Banken und fehlende Konjunkturpakete gemacht, die zu Massenarbeitslosigkeit und Firmeninsolvenzen führten. Gerade durch Konjunkturpakete sollen auch die Städte und Gemeinden vor Ort profitieren und  Arbeitslosigkeit und Insolvenzen vermieden werden. 

Bezogen auf die EU wurde bemängelt, dass es keinerlei einheitliche Maßnahmen gäbe und jedes Mitgliedsland an sich denke. Erstaunlicherweise ist in den EU-Verträgen eine gegenseitige Hilfe für besonders betroffene Länder, z. B. Ungarn, nicht vorgesehen. Nach einer abschließenden Fragerunde wurde Herr Wölfges mit einem Präsent und kräftigem Applaus verabschiedet.