Blick in die europäische Geschichte
Europa-Union aus Wien zurück


Europa-Union Haan am Schloss Schönbrunn
Europäer aus Haan am Schloß Schönbrunn

In diesem Jahr ist Österreich das Partnerland der Europa-Union, der VHS Hilden-Haan und der Stadt Haan. 42 Haaner und Hildener fuhren mit Gerhard Mayer (ehemaliger Vors. der Europa-Union Haan) und Ulrich Reuter (Wien- und Österreichkenner) für eine Woche in das österreichische Europa des Mittelalters und der Neuzeit.

 
Linz, Pestsäule

Linz, Pestsäule

Erster Stopp war die Dreiflüsse-Stadt Passau. Passau, an Donau, Inn und Ilz, war im Mittelalter das größte Bistum und dehnte sich weit über Wien hinaus bis Ungarn aus. In Passau atmet man wie in vielen Städten an der Donau und am Inn italienisches Flair. Über Linz, im Jahr 2009 Kulturhauptstadt Europas, ging es nach Melk.
In Melk bestaunte die Reise- gruppe das Benediktiner- stift, ein hervorragendes Kulturensemble Europas, das im Mittelalter kulturelles und geistliches Zentrum war. Danach ging es aufs Schiff, um durch die Wachau, ein Weltkulturerbe, mit zahl- reichen Burgen, großen Weinbergen und Marillen- gärten zu fahren.
Stift Melk

Stift Melk

Wien wurde von allen Seiten beleuchtet, das historische Wien von der Antike bis zur Kaiser- und Neuzeit (UNO-City), das kulturelle „musikalische“ und „künstlerische“ Wien von Haydn bis Hundertwasser und das Wien, das durch den Magen geht bei einem Kaffeehausbesuch, beim Heurigen oder in einem kleinen Beisel an der Ecke.

Wien, Kunsthaus
Wien, Kaffeehaus
Am Kunsthaus
Im Kaffeehaus

Doch die Organisatoren der Reise wussten, dass Wien von seinem Umland und das Umland von Wien leben. So gehörte eine Tagesfahrt in die Pannonische Tiefebene an den Neusiedlersee, wo man mit einem Boot an die ungarische Grenze fuhr, und eine Fahrt in den Wienerwald zum Programm. Im Haydn-Jahr nahm Josef Haydn in Eisenstadt (Wohnhaus und Grab) und musikalisch im Bus einen großen Stellenwert ein.

Etwas ganz besonderes hatten Mayer und Reuter sich für die Rückfahrt ausgesucht. Es ging über den Semmering, dort wo 1854 die erste normalspurige Gebirgsbahn Europas eröffnet wurde, ebenfalls ein Weltkulturerbe, und eine Höhe von 457 m überwindet, was vor 150 Jahren eine technische Herausforderung war. Auszüge der Geschichte des Waldbauernbubs von Peter Rosegger hörten die Reiseteilnehmer bei der Weiterfahrt durch die Steiermark, der Heimat des Autors, und auf dem Weg zum Wolfgangsee, wo man im Weißen Rössl einen Kaffee zu sich nehmen konnte.

Nun freuen sich die Reiseteilnehmer auf ein Nachtreffen, bei dem diese besondere Reise reflektiert werden kann.