Jüdisches Leben in Deutschland
vor dem Hintergrund der europäischen Einigung

Die über 30 Besucher im gut besetzten Sitzungssaal des Haaner Rathauses erlebten eine Eindreiviertel Stunde dauernde lebhafte Diskussion mit dem langjährigen Verwaltungsdirektor der Jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, Herrn Michael Szentei-Heise, über das Thema: „Jüdisches Leben in Deutschland vor dem Hintergrund der europäischen Einigung“.

Dabei wurde das Thema nicht, wie bei den Rathausgesprächen gewohnt, über einen Vortrag vermittelt, sondern durch ein reges Frage- und Antwortspiel zwischen Vortragendem und dem Auditorium erschlossen.

Als Direktor der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf, die mit 7.000 Mitgliedern nach Berlin und München die drittgrößte jüdische Gemeinde Deutschlands ist, konnte der Referent Fragen zum jüdischen Leben wie „Wann ist man Jude?“


oder „Was heißt koscher Leben?“ sowie Fragen zu historischen und statistischen Daten über das Judentum in Deutschland und Europa bestens beantworten. Darüber hinaus konnte man bei einer weiterführenden Diskussion deutliche Parallelen zwischen geschichtlich geformten Individualitäten beim Zusammenleben in jüdischen Gemeinden und der politischen Ausformung der Institutionen in der EU feststellen.

Am Schluss sprach sich der Großteil der Anwesenden für eine Besichtigung des jüdischen Gemeindezentrums in Düsseldorf aus, um noch mehr über jüdisches Leben in Deutschland zu erfahren.

Michael Szentei-Heise und die Veranstalter der Rathausgespräche, die Europa-Union Haan, die VHS und das Kulturamt, werden diesen Wunsch im Herbst dieses Jahres gerne erfüllen.