Europa-Union in der Syngoge der
Jüdischen Gemeinde Düsseldorf


Hat Europa eine Seele?“ war das Thema unsere Rathausgespräche 2014. Dazu äußerten sich Vertreter der drei monotheistischen Religionen Christentum, Judentum und Islam. Vom Vertreter der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf, Michael Szentei-Heise, kam die Einladung zu einem Synagogenbesuch. Im Zeichen der Terroranschläge von Paris fand sich am 16. Januar eine stattliche Gruppe in der von Polizeikräften bewachten Synagoge ein.

Synagoge Innenraum

Michael Szentei-Heise empfing die Gruppe und führte sie auf die Plätze in der Synagoge. Nach einem Überblick über die Geschichte der jüdischen Gemeinde und die Entwicklung eines eigenen Kindergarten- und Schulwesens, bei dem neben den allgemeinen Schulfächern auch Hebräisch und Inhalte des Judentums vermittelt werden, erläuterte Szentei-Heise die Besonderheiten der Synagoge. Dabei entwickelte sich ein lebhafter Dialog, bei dem der jüdische Witz nicht fehlen durfte. Manche für die Teilnehmer unverständliche Dinge wurden so mit einem Schmunzeln verständlich gemacht.
 
Den Höhepunkt bildete das Öffnen des Thoraschreins und das Ausrollen der Thorarolle:

Thorarolle

Dicht gedrängt standen die Teilnehmer und lauschten den Ausführungen über Inhalt und Funktion der Thora während des Gottesdienstes. Wenn drei Sterne am Himmel zu sehen sind“, beginnt der Sabbat, beendete Szentei-Heise den Besuch. Weil der Himmel oft bedeckt ist, wird der Sabbatbeginn zur Vereinfachung auf 19 Uhr festgelegt.