Bulgarischer Abgeordneter beim
Haaner Rathausgespräch

Zuhörer

Die Volkshochschule Hilden-Haan und die Europa-Union Haan hatten den bulgarischen Europa-Abgeordneten

Andrey Kovatchev,

der auch Mitglied des Ausschusses für auswärtige Angelegenheiten (AFET) des Europaparlamentes ist, zum Rathausgespräch am 29. April in Haan eingeladen. Im vollbesetzten Saal des Haaner Rathauses schilderte der EU-Parlamentarier aus seiner Sicht die Entwicklung Bulgariens vor und nach dem EU-Beitritt des Landes. Bulgarien habe diesen Schritt „von oben“ ohne Bürgerbeteiligung vollzogen, betonte der Referent.

Fritz Köhler - Heiner Fragemann - Andrey Kovatchev
 

Aus diesem Grund hätten alte Seilschaften in Bulgarien immer noch politischen Einfluss. Kovatchev machte deutlich, wie wichtig der Beitritt in die EU für Bulgarien auch im Hinblick auf die Friedenssicherung war und ist. Der nationale Egoismus dürfe in Europa nicht wieder überhand gewinnen. Die EU bedeute nicht nur finanzielle Unterstützung, sondern vor allem Frieden. Europäische Geschichte und die europäischen Werte sollten der Jugend möglichst schon in den Grundschulen nahegebracht werden.
 
In Brüssel wird im September ein Haus der europäischen Geschichte eingeweiht. Ohne die Europäische Union, so Kovatchev, könne keiner der Mitgliedsstaaten den Standard und die Freiheit sowie den Frieden bewahren.