Tour durch Normandie und Bretagne

Während ihrer vom 17. bis 24. September dauernden Reise durch Normandie und Bretagne besuchte die Reisegruppe der Europa-Union Haan selbstverständlich auch die Partnerstadt Eu. Seit 50 Jahren besuchen Haaner nun die geschichtsträchtige Stadt und die Normandie. Gerhard Mayer, ehemaliger Vorsitzender der Europa-Union Haan, und 35 Frauen und Männer aus der Gartenstadt wurden aus diesem Anlass in historischen Kostümen von historischen Persönlichkeiten der Stadt Eu - vom Bischof bis zum König - begrüßt:

Europa-Union-Gruppe vor dem Schloss Eu

Die Partnerstadt Eu nutzte ihren Tag des offenen Denkmals, um Geschichte und Gegenwart zu verbinden.

Offizielle Begrüßung
Bürgermeister Yves Derrien begrüßte die Gäste im Schloss Eu.

Er ließ die Haaner Bürgermeisterin
Bettina Warnecke herzlich grüßen, mit der er im August in Haan ein Stück von Johann Sebastian Bach auf der Geige und Bratsche gespielt hatte. Gerhard Mayer wies in seiner in französischer Sprache gehaltenen Rede darauf hin, dass die Region der Normandie nicht nur geschichtlich ein Mahnmal des Friedens ist. Die Menschen, die Küstenlandschaft und die kulinarischen Besonderheiten laden immer wieder Haaner nach Eu ein. Mayer zitierte Winston Churchill, der in den letzten Kriegstagen gesagt haben soll, dass man zukünftige Kriege nur vermeiden kann, wenn man die Menschen Europas zusammenbringt.

Besonders beeindruckend war für die Reisenden der Europa-Union der Besuch der Soldatenfriedhöfe und Gedenkstätten in Colleville-sur-Mer und La Cambe oberhalb der Landungsstelle in "Omaha Beach":

Kreuze

"Wenn man inmitten von 30.000 Totenkreuzen und Grabplatten steht und sieht, dass einige Soldaten erst 17 oder 18 Jahre alt waren, dann ist man zutiefst berührt und fragt sich, warum die Welt nicht daraus lernt", so Mayer.


Die Reisegruppe besuchte aber auch eine Ziegenkäserei und eine Calvados-Brennerei, die Küstenorte Étretat, Honfleur und Le Mont-Saint-Michel mit ihren pittoresken Gassen. Bevor es dann über Chartres nach Paris ging, fuhr die Gruppe mit einem Katamaran auf die Kanalinsel Jersey, die britischer Kronbesitz ist und daher nicht zur Europäischen Union gehört und mit dem Jersey-Pfund-Sterling eine eigene Währung hat.
 
Eu ist immer eine Reise wert, weil man dort und in der Umgebung ganz besondere Entdeckungen und Begegnungen machen kann.