Kulturreise nach Portugal

Eine Portugal-Reise voller historischer und kultureller Entdeckungen hatte Gerhard Mayer (von 1996 bis 2006 Vorsitzender der Europa-Union Haan) zusammengestellt, die er in Kooperation mit der VHS Hilden-Haan vom 3. bis 10 Mai leitete. Mit dabei Luis Guia, ein Portugiese, der die Haaner und Hildener als wanderndes historisches Lexikon zu Orten geschichtlicher, religiöser und zeitgenössischer Begegnungen führte.

Auch wenn bei der Ankunft in Porto vier Koffer fehlten (weil am Flughafen Düsseldorf die Förderbänder zeitweise streikten und die Koffer erst drei Tage später die Gruppe in Fátima erreichten), war dies eine Reise in das westlichste Land des europäischen Festlandes, die allen unvergesslich bleiben wird.

Fast jeden Tag erlebte die Gruppe Orte einzigartiger und authentischer Prägung. Sieben UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten besuchte die Gruppe. Dazu gehörten die engen Gassen des historischen Zentrums von Porto, die historische bedeutsame Universitätsstadt Coimbra, die beeindruckende Anlage der Burg der Tempelritter und des Christusritterkonvents in Tomar, das weltberühmte mittelalterliche spätgotische Kloster Santa Maria da Vitoria in Batalha, das ehemalige Zisterzienserkloster in Alcobaça und das Hieronymus-Kloster in Belém.

Cabo da Roca

Auf dem Weg zum westlichsten Festlandspunkt Europas, dem Cabo da Roca (siehe Foto) wurde das siebte Weltkulturerbe, die Sommerresidenz der Portugiesischen Könige in der alten Maurenstadt Sintra besucht.

Im Marienwallfahrtsort Fátima nahmen viele Gruppenmitglieder gemeinsam mit ca. 5000 Pilgern am Rosenkranzgebet und an der nächtlichen Lichterprozession teil. Dieser besondere Ort regte zu intensiven Gesprächen innerhalb der Reisegruppe an.

Und immer wieder sehen sie Eukalyptus-Wälder, auch abgebrannte, die für die Zellstoffindustrie plantagenmäßig erweitert werden, aber ein Problem für die Umwelt sind. Die Bäume brennen wegen der  ätherischen Öle lichterloh, wie die Waldbrände 2017 mit vielen Toten belegen. Da war ein Spaziergang durch den seit Jahrhunderten unter Naturschutz stehenden „Zauberwald“ am Westhang der Bussaco-Berge mit seinen riesigen Mammutbäumen, meterhohen Farnbäumen und wildwachsenden Callas eine wahre Erholung.

In portugiesischer Atmosphäre bei landestypischen Speisen soll im Juni ein Nachtreffen stattfinden.