Der Wirtschafts- und Sozialausschuss

Der Wirtschafts- und Sozialausschuss ist ein beratender Ausschuss, der sich aus verschiedenen Gruppen des wirtschaftlichen und sozialen Lebens zusammensetzt. Ihm gehören insbesondere Erzeuger, Landwirte, Verkehrsunternehmer, Arbeitnehmer, Kaufleute und Handwerker, Gewerkschaften, Vertreter freier Berufe und der Allgemeinheit an. Die 344 Mitglieder sollen schon im Vorfeld neuer EU-Vorschriften und Strategien ihre Meinung äußern. Sie werden zwar von den EU-Regierungen vorgeschlagen, sind in ihrer Arbeit aber politisch völlig unabhängig. Ihre Amtsperiode dauert 5 Jahre, wobei eine Wiederernennung zulässig ist.

Der Wirtschafts- und Sozialausschuss hat drei Hauptaufgaben:

    - Er berät den Rat, die Kommission und das Europäische Parlament entweder auf deren Ersuchen oder auf eigene Initiative.
    - Er ermutigt die Bürgergesellschaft zu einer stärkeren Beteiligung an der politischen Entscheidungsfindung in der EU.
    - Er stärkt die Rolle der Bürgergesellschaft in Drittstaaten und unterstützt die Schaffung beratender Strukturen.

Sitz des Ausschusses ist Brüssel.

Anzahl der Stimmen pro Land:
Deutschland, Frankreich, Großbritannien u.  Italien: 24
Polen u. Spanien: 21
Rumänien: 15
Belgien, Bulgarien, Griechenland, Niederlande, Österreich, Portugal, Schweden, Tschechien u. Ungarn: 12
Bulgarien, Österreich u. Schweden: 9
Estland, Lettland u. Slowenien: 7
Luxemburg u. Zypern: 6
Malta: 5
Gesamtzahl: 344 (maximal 350)

Rechtsgrundlagen: Art. 13 EUV; Art. 301 - 304 AEUV