Die Europäische Zentralbank (EZB)

Die Europäische Zentralbank wurde 1998 durch den Vertrag über die Europäische Union gegründet. Sie hat ihren Sitz in Frankfurt/Main und ist für die Geld- und Finanzpolitik der Euro-Zone, d.h. der 16 Mitgliedstaaten, die die einheitliche Währung eingeführt haben, zuständig. Hauptziel ist die Sicherung der Preisstabilität.

Das Direktorium der Bank besteht aus sechs Mitgliedern.

Dem Rat der Zentralbankpräsidenten gehören die 16 Präsidenten der Zentralbanken der Euro-Zone und die 6 Mitglieder des Direktoriums an. Er beschließt Strategien für die Geld- und Finanzpolitik und legt die Leitzinsen fest. Mit einer Erhöhung der Leitzinsen kann die EZB die Nachfrage nach Geld und Kredit drosseln und so die Inflation bekämpfen.

Der Erweiterte Rat umfasst den Präsidenten und den Vizepräsidtenten der EZB sowie die Zentralbankpräsidenten aller 27 EU-Länder. Er beteiligt sich an den Beratungs- und Koordinierungsarbeiten der EZB und an den Vorbereitungen für eine künftige Erweiterung des Euro-Gebiets.

Rechtsgrundlagen: Art. 13 EUV; Art. 282 - 284 AEUV